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Geschichten, die das Leben schrieb: Begegnung der besonderen Art – Mitbegründer der moderne Elektrotherapie

Einführung

Nicht vor langer Zeit habe ich in Zürich ein Vortrag über Faszien und die Behandlungsmöglichkeiten der Frequenztherapie nach McMakin gehalten. Ein Gast aus der hintersten Reihe, zeigte sich unauffällig und zurückhaltend doch sehr interessiert. Beim Verabschieden stellte er sich als Pfarrer der methodistischen Kirche vor. Ohne es sofort zu merken war dies der Anfang einer Begegnung, welche eine höhere Fügung als Treiber haben sollte.

Die Begegnung

Die Begegnung liess mich nicht in Ruhe, denn ich konnte mir nicht vorstellen, was ein Pfarrer in meinen Referaten zu suchen hatte. Im Gegenteil: Ich war bis dato der Meinung, dass die Christen Informationsmedizin gegenüber tendenziell abweisend eingestellt waren. Hmm… Jetzt wollte ich es genauer wissen.

Dank der Gästeliste, die wir beim Referat erstellt hatten, fand ich am nächsten Tag die E-Mail-Adresse des Pfarrers auf meinem Schreibtisch. Ich schrieb ihm ein paar Zeilen, in welchen ich mich bei Ihm bedankte. Weiter bekundete ich meine Neugier, weshalb er sich für eine solche Veranstaltung eingeladen fühlte. Die Antwort liess nicht lange auf sich warten: Der Mitbegründer der methodistischen Kirche, John Wesley (1703 – 1791), sei der Mitbegründer der modernen Elektrotherapie, was den Pfarrer dazu veranlasste sich mit der Materien weiter auseinander zu setzen. Daraufhin lud ich den Pfarrer zu einer Probesitzung mit Elektrotherapie und einem Mittagessen nach Hofstetten ZH ein. Die Zeit war gerade sehr günstig, da es gerade Weihnachten war.

Der Pfarrer brachte zum Besuch das Buch „Natürliche Arzneien“ von John Wesley in einer Deutschfassung mit. Weiter berichtete er mir, dass John Wesley der Mitbegründer der methodistischen Kirche sei und sie das Ziel verfolgten, Gott erlebbar zu machen. Dieser John Wesley habe das Buch geschrieben, um den Missionaren auf ihren Reisen eine dienliche Anleitung auf natürlicher Basis von Behandlungsmöglichkeiten bei vielen Symptomen zu geben. Wow … was für ein Werk aus dem 17. Jahrhundert! Im Buch stand auch geschrieben, dass zu einem späteren Zeitpunkt daraus die Osteopathie entwickelt wurde. John hatte die meisten im Buch enthaltenen Rezepturen und Behandlungsmethoden selbst getestet und entsprechend gewürdigt. Darunter auch eine Form der Elektrotherapie!

Die moderne Elektrotherapie ist also quasi von einem Christen erfunden worden! Und ich dachte immer, dass die Christen mit der Informationsmedizin ihre Probleme haben! Keine Spur davon!

Nachfolgend möchte ich Euch ein paar Zeilen aus diesem Buch mit auf den Weg geben.

Gesundheits-Tipps von John Wesley (Natürliche Arzneien)

Denjenigen zu Liebe, die durch den Segen Gottes ihre wieder gewonnene Gesundheit behalten wollen, füge ich anschliessend noch einige einfache Regeln hinzu, die hauptsächlich auf Dr. Cheyne beruhen.

I)

  1. Die Luft, die wir atmen, hat eine grosse Auswirkung auf unsere Gesundheit. Menschen, die lange Zeit im Ausland verbracht haben, wo Ost- oder Nordwind herrschte, sollten vor dem Schlafengehen etwas dünne, erwärmte Flüssigkeit zu sich nehmen oder aber einen Schluck des Gebräus aus Toast und Wasser.
  2. Empfindliche Menschen sollten darauf achten, dass die Menschen um Sie herum stets gesund sind.
  3. Jeder, dem an seiner guten Gesundheit gelegen ist, sollte seine Wohnung, seine Kleidung und sein Möbel sauber wie möglich halten.

II)

  1. Die wichtigste Regel beim Essen und Trinken ist die folgende: Die Qualität und die Menge der Lebensmittel sollten an die Verdauung angepasst sein. Die Art und Menge der Lebensmittel sollten stets so gewählt werden, dass sie beim Verdauen leicht im Magen liegen.
  2. Jegliche eingelegte oder geräucherte oder gesalzene sowie jegliche stark gewürzte Nahrung ist ungesund.
  3. Nichts trägt mehr zur Gesundheit bei als Enthaltsamkeit und einfache Nahrung, bei gleichzeitiger körperlicher Arbeit.
  4. Für fleissige Menschen sind etwa acht Unzen Fleisch sowie zwölf Unzen Gemüse innerhalb von 24 Stunden ausreichend.
  5. Wasser ist das gesündeste Getränk überhaupt. Es verstärkt den Appetit und regt die Verdauung an.
  6. Die Erfahrung zeigt dabei, dass es völlig ungefährlich ist, mit dem Trinken von einem Tag auf den anderen ganz aufzuhören.
  7. Starke und noch mehr hochprozentige Alkoholika sind ein sicheres, gleichwohl langsam zerstörendes Gift.
  8. Alkoholische Getränke aus Malzextrakt (mit Ausnahme von klarem Bier oder Ale) sind besonders gesundheitsschädlich für empfindliche Menschen.
  9. Kaffee und Tee sind besonders schädlich für Menschen mit schwachen Nerven.

III)

  1. Empfindliche Menschen sollten stets leicht zu Abend essen, und dies zwei bis drei Stunden, bevor sie zu Bett gehen.
  2. Sie sollten beständig gegen 21:00 Uhr zu Bett gehen und stets um vier oder fünf Uhr aufstehen.

IV)

  1. Ein angemessenes Maß an Bewegung ist unverzichtbar notwendig für Gesundheit und ein langes Leben.
  2. Spazieren gehen ist die beste Bewegungsart für diejenigen, die dazu in der Lage sind. Reiten hingegen für diejenigen, die nicht spazieren gehen können. Die frische Luft bei schönem Wetter trägt viel zum Nutzen der Bewegung bei.
  3. Durch regelmäßige Bewegung sind wir dazu in der Lage, schwach Körperteile wieder zu stärken. So können die Lungen durch lautes Sprechen oder zügiges bergauf Laufen gestärkt werden, Verdauung und Nervensystem werden durch Reiten stimuliert, Durchblutung und Oberschenkel durch tägliches Abreiben.
  4. Auch die Fleißigen sollten täglich feste Zeiten für körperliche Ertüchtigung einplanen, mindestens zwei oder drei Stunden. Die eine Hälfte dieser Zeitspanne vor dem Abendessen, die andere vor dem Zubettgehen.
  5. Sie sollten sich regelmässig rasieren und ihre Füsse regelmässig waschen.
  6. Diejenigen, die viel lesen oder schreiben, sollten sich angewöhnen, dies im Stehen zu tun. Anderfalls wird dies ihre Gesundheit beeinträchtigen.
  7. Je weniger Kleider man tagsüber oder bei Nacht trägt, desto abgehärteter ist man.
  8. Körperliche Ertüchtigung sollte erstens immer mit nüchternen Magen erfolgen. Zweitens sollte sie nicht zur Erschöpfung führen. Drittens sollten wir nach der Ertüchtigung wieder langsam herunterkühlen, damit wir uns nicht erkälten.
  9. Den Körper mit einer Bürste abzureiben ist sehr nützlich, vor allem wenn es darum geht, ein schwaches Körperteil wieder zu aktivieren.
  10. Das Baden in kaltem Wasser ist von ausserordentlich grossem Nutzen für die Gesundheit: es verhindert eine reichliche Menge von Krankheiten. Es fördert das Schwitzen, hilft bei der Blutzirkulation und verhindert die Gefahr, sich eine Erkältung zu holen. Empfindliche Menschen sollten sich vor dem Bad kaltes Wasser über den Kopf giessen und langsam in das Wasser hineingehen. Mit dem Kopf voraus ins Wasser springen, wäre ein zu grosser Schock für den Körper.

V)

  1. Verstopfung ist nicht lange mit einer stabilen Gesundheit vereinbar. Deshalb sollte dafür Sorge getragen werden, sie bei ihrem Auftreten möglichst umgehend zu beseitigen und durch die Einhaltung einer geeigneten Diät ein Wiederkehren zu vermeiden.
  2. Das Verhindern der Transpiration (was üblicherweise mit dem Wort Erkältung umschrieben wird) ist eine der häufigsten Ursachen für Erkrankungen. Sobald auch nur die ersten Anzeichen einer Erkältung auftauchen sollten, ist es angezeigt, sich durch Schwitzen wieder davon zu befreien.

VI)

  1. Die Leidenschaften und Gefühle des Menschen haben einen weitaus größeren Einfluss auf die Gesundheit des Menschen als allgemein bekannt ist.
  2. Alle heftigen und plötzlich auftauchenden Leidenschaften und Gefühle neigen dazu, den Menschen in akute Krankheit zu stürzen.
  3. Lange anhaltende leidenschaftliche Gefühle, wie Kummer oder unerwiderte Liebe, führen zu chronischen Krankheiten.
  4. Solange die Gefühlswallung, die die Krankheit auslöst, nicht beseitigt wird, ist jede Medizin nutzlos.
  5. Die Liebe Gottes, das über allem stehende Heilmittel sämtlicher Beschwerden, verhindert sämtliche Störungen, die durch menschliche Gefühle und Leidenschaften ausgelöst werden, denn Sie sorgt dafür, dass diese Leidenschaften in einem gesunden Gleichgewicht gehalten werden. Und durch die unbeschreibliche Freude und vollkommene Ruhe, Gelassenheit und Ausgeglichenheit, die Gott den Menschen gibt, bleibt die Liebe Gottes die kraftvollste Quelle für Gesundheit und ein langes Leben.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude an Ihrer Gesundheit. Wir sind auf jeden Fall und RUNDUM für Sie da.

4 Kommentare

  1. Ulrich Paul Huber

    Passend zur zunehmenden Trennung zwischen Kirche und Staat, in dieser Zeit im 18. Jahrhundert, der Epoche der zunehmenden Entstehung von Freikirchen, ca. 150 – 200 Jahre nach der Reformationsbewegung, als methodisch-systematische Weiterentwicklung der christlichen Kirchen, nachdem bereits ca. 50 – 100 Jahre vorher die Pflanzenheilkunde (beispielsweise Paracelsus etc.) die Heilkunde wieder vermehrt im ganzheitlichen Kontext, nicht mehr als rein der Staatskirche untergeordnet ansah.

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